Sonntag, 30. Mai 2010

offener Brief ...

an die Tierklinik:

Wieso werden bei Ihnen die Behandlungen so "kalt" durchgeführt ?

Herr N. - an Ihrem Kittel stand Tierarzt. Wieso lassen Sie Patienten erstmal eine Stunde warten, obwohl kein weiterer Patient zugegen war ? Wieso haben Sie eine halbe Stunde rumgedoktort und geröntgt und dann das Tier angeblich versorgt und trotzdem nicht die Plessur entdeckt ?

Ich verstehe nicht, wie man eine Fraktur im Beinchen nicht bemerken kann ? Sie haben das doch studiert und einen Abschluß gemacht.

Nein, das Tier darf sich 3 Nächte quälen, bis der Besitzer selber das angeschwollene Beinchen entdeckt und wieder zu Ihnen darf, weil kein Tierarzt Samstag nachmittag mehr praktiziert.

Diesmal haben Sie es sogar geschafft, uns 2 Stunden warten zu lassen, bis der Anmeldeschein mal entgegen genommen wurde.

Dann bekomme ich von einer Arzthelferin gesagt, hier ist ein Notdienst, da muß man Zeit mitbringen... ich verstehe nur nicht, warum 4 im Kittel rumschwirren und es mit 3 Fällen fast 4 Stunden dauert.
Gut, 3 Damen davon lernen vielleicht noch.

Aber legen Sie bitte Ihre Gefühlskälte ab. Mit den Tieren leiden auch deren Besitzer.
Ich will sicher nicht bemuttelt werden, aber auch nicht behandelt werden, als ob ich was verbrochen hätte.

Mir gefällt auch nicht, daß während der Behandlung noch weitere "Vorgänge" besprochen werden.
So telefonieren Sie und ich darf hören, daß mir das Gleiche bevorsteht, wie dem vorherigen Patienten.
Leider habe ich auch mit zuhören dürfen, daß das vorherige Häschchen eingeschläfert werden muß.

Wissen Sie, was das für ein Gefühl ist, wenn man das Todesurteil auf diese Weise hört ?

Eiseskälte herrscht in Ihrer "Industrie". Anders kann man das nicht mehr bezeichnen.
Warum Industrie ? - wie hat Ihre ÄRztin sinngemäß gesagt: Kleintiere sind Verlustgeschäfte.

Ich bin im nachhinein immer noch entsetzt und werde zukünftig Ihre "Industrie" meiden.


Traurige Grüße

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